Titel: Close My Eyes for You

Fsk: 12

Warnung: death, sad

Riika stand am Fenster und sah auf die beleuchteten Straßen Helsinkis. Alles hier erinnerte sie an ihn. Er der ihr so weh tat. Er dem sie ihr Herz schenkte. Er der es einfach wegwarf. Alles begann an einem rauhen Sommerabend im Juli. Riika war auf eine Party bei ihrer Freundin Sophia eingeladen. Er war auch dort. Er war einer von Sophias besten Freunden. Rikka kannte ihn vom fernsehen und von Zeitungsberichten, aber nie hätte sie gedacht, dass ihre beste Freundin eine Berühmtheit kannte und schon gar nicht ihn.
Schon nach kurzer Zeit stellte Sophie Riika ihren anderen Gästen vor, denn keiner im Raum kannte Riika und umgekehrt war es genau so. Er war besonders von Riika angetan und wich den ganzen Abend nicht von ihrer Seite. Ehrlich gesagt wollte sie es auch gar nicht, denn sie hatte auch gefallen an ihm gefunden.
Sie liebte seine Augen, die grün wie ein Smaragd glänzten und sonst war bei ihm auch alles da wo es hingehörte. Sie fand, dass er makellos war. Auch sein Name „Lauri“ klang wie Musik in ihren Ohren. Lauri war viel zärtlicher als alle ihre früheren Freunde und sah auch um einiges besser aus. Seine schwarzen Haare ergänzten sich perfekt zum grünen Glanz in seinen Augen. Seine Statur war äußerst muskulös, sodass man sich nicht an ihm satt sehen konnte.
Genau so wie Lauri hatte Riika sich ihren Traummann vorgestellt und jetzt stand er neben ihr, sprach mit ihr und küsste sogar ihren Hals, was ihr sehr zusprach.
Riika und Lauri verließen die Feier frühzeitig und gingen zu ihr nach Hause. Es folgte eine Nacht voller Worte und ein Morgen voller Zärtlichkeit. Riika schwebte auf Wolke 7, sie wünschte sich dass diese gemeinsamen Stunden mit Lauri nie aufhören sollten. Doch am späten Nachmittag musste er dann zu einer Bandprobe gehen.

Zum Abschied küsste er sie leidenschaftlich und flüsterte ihr süße Worte ins Ohr. Auch sagte er dass er sie anrufen würde.

Was er nie tat. Tage wartete sie auf seinen Anruf, traute sich nicht aus dem Haus, denn Lauri hätte ja anrufen können. Er hatte sie nur als Betthäschen benutzt, das wurde ihr immer klarer und klarer.

Mit der Zeit gab Riika es dann auf, auf einen Anruf von ihm zu warten. Sie hielt es nicht mehr aus, immer in der stickigen Wohnung zu sitzen und zu hoffen dass das Telefon klingelt, ihr fiel einfach die Decke auf den Kopf.

Kurzerhand entschloss sie sich zu einem Einkaufsbummel, einmal wieder so richtig shoppen gehen und das Geld ihres Vaters zum Fenster hinauswerfen, der hatte sowieso genug davon. Im Einkaufszentrum war viel los, zuviel um diese Zeit, wie sie fand.

Ihr Lieblingsgeschäft war noch voller als die anderen Geschäfte, hinein kam sie noch recht gut, aber beim hinaus gehen hatte sie so ihre Schwierigkeiten. Sie wurde geschubst und angerempelt. Als sie endlich draußen war rannte sie mit jemandem zusammen. Wie sich herausstellte war es Lauri.

„Hi Lauri,“ sagte sie erfreut zu ihm.
„Sollte ich dich kennen?“ sagte dieser nur kalt und ging weiter seines Weges.

Für Riika brach in diesem Moment eine Welt zusammen. Sie hatte die Hoffnung nie aufgegeben, dass er irgendwann doch noch anrufen würde, aber jetzt wusste sie gewiss dass er es nie tun würde.

Seit diesem Tag hatte sie nur noch geheult. Riika ging nicht mehr aus, traf keine Freunde mehr, sie blieb nur noch zu Hause. Nie wieder wollte sie ihm begegnen und das würde sie mit Sicherheit tun, wenn sie außer Haus ginge, denn er wohnte gleich in ihrer Nähe. Voll im Trance stieg sie auf den Fenstersims, hielt sich mit einer Hand fest und sah, von ihrer Wohnung im 4. Stock, auf die Straße Helsinkis hinab. Noch einmal ließ sie ihren Gedanken schweifen und ließ dann los. Es war als ob sie fliegen würde. Sie spürte nicht einmal den Aufprall auf den harten Beton.

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Angeregt las Eero die Morgenzeitung, sonst interessierte ihn dieses Revolverblatt nie aber ausgerechnet diese Ausgabe las er sorgfältig.
„Hey Lauri, bei dir in der nähe hat sich ein Mädchen das Leben genommen. Kennst du sie?“ fragte er dann seinen Kumpel.
"Das wusste ich ja gar nicht,“ sagte dieser und trat neben Eero.

Sein Gesicht wurde blass, das Bild des Mädchens das neben dem Artikel war kannte er gut. Es war seine Riika. Die Riika die er verleugnen musste, zu der er sagen musste, dass er sie nicht kennen würde. Obwohl er sie so sehr liebte, vom ersten Moment an, an dem er sie sah.

Lauri riss Eero die Zeitung aus den Händen und las den Artikel noch auffälliger durch, als Eero es tat.

In Riikas linker Hand fand man einen Zettel auf dem mit roter Schrift „Ich liebe dich so sehr“ stand.

Lauri lief es kalt über den Rücken, er war schuld an ihrem Tot. Er hätte es ihr sagen müssen. Riika war die einzige mit der er sich ein Leben bis zum Tot vorstellen hätte können, doch sie ging einfach so von ihm. Sie hatte ihn einfach so alleine auf dieser Welt gelassen. Er hatte es seiner Meinung nach auch verdient, alleine gelassen zu werden.

Er hätte Riika zumindest anrufen können und ihr die Situation zu erklären, oder sich heimlich mit ihr treffen, aber er war einfach zu feige. Immer hatte er Angst, dass ihn jemand beobachten könnte. Eigentlich wollte er sie nur Schützen, vor Reportern und Klatschspalten, statt dessen hatte er sie in den Tot getrieben.

Nie in seinem Leben würde er diese Nacht mit Riika vergessen, diese Nacht war die schönste Erinnerung die er an sie hatte. Er kannte sie noch nicht lange und trotzdem war es als würde sie ihm schon ewig gehören.

Lauri konnte einfach nicht glauben, dass alles schon wieder vorbei war, bevor es richtig anfangen konnte. Und schuld daran war nur er. Er war schuld an allem, er hatte ihr Herz in tausend Stücke zerbrochen.

„Woha! Der dem der Zettel galt, könnte sich glücklich schätzen. Aber der wußte anscheinend nicht was er an dieser geilen Braut hatte, stimmst Lauri,“ sagte Pauli, „Lauri?“
„Äh, ja, find ich auch,“ sagte Lauri obwohl er ihm gar nicht zugehört hatte.
Stimmt etwas nicht mit dir Alter? Du siehst so blass aus,“ sagte Aki.
"
Nein, alles in Ordnung. Brauch nur schlaf, darum geh ich auch jetzt.. Bis morgen.“

Bevor die anderen Antworten konnten stürmte Lauri auch schon aus dem Proberaum, nach Hause in seine Wohnung.

Die Sache mit Riika ließ ihm keine Ruhe mehr. Es tat ihm alles so leid.

„Verdammt! Ich tat es doch nur um dich zu Schützen! Verdammt noch mal!“ schrie Lauri in seinen Kopfpolster.

Plötzlich sprang er von seinem Bett auf, ging in die Küche und kramte in einer Schublade, bis er Schlaftabletten fand. Er warf sich alle ein die er noch hatte, ging zurück in sein Schlafzimmer und schlief bald darauf seelenruhig ein.

Eero, Aki und Pauli fanden ihn am nächsten Tag mit einem kleine Zettel in der Hand auf dem „Ich liebe dich doch auch“ stand.

ENDE 10.12.2004

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