Titel: How Life Can Change
Fsk: 6/12
Warning:   silly, sad 

How Life Can Change

Ria 

Seit nun mehr als 10 Jahren sind wir beide beste Freunde. Ich könnte mir ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Wer hätte damals gedacht, dass das mit uns einmal so passen würde. Niemand, nicht einmal ich. Als ich ihn das erste mal in der Schule sah und er sich neben mich setzte wusste ich genau, dass ich ihn nicht mögen würde und ich tat es auch nicht, so wie er mich nicht mochte.
Wie oft in meinem Leben hatte ich schon einen Kaugummi von ihm im Haar kleben, oder einen Abdruck seiner Zähne auf meinem Arm. Aber das habe ich ihm alles schon längst verziehen. Die meinem besten Freund.
Er bringt mich immer zum Lachen auch wenn mir zum Weinen zu mute ist. Er erhellt mein Leben um einiges und berührt mit seinen Worten meine Seele. Man könnte fast sagen dass er mein ein und alles bist.
Aber das würde ich im nie wirklich ins Gesicht sagen.
Und wieder einmal warte ich auf der Bushaltestelle auf ihn, der vorletzte Bus in die Schule ist schon längst abgefahren. Wenn er bis zum letzen nicht kommt, steige ich einfach ein und fahre ohne ihn, ich will nämlich nicht schon wieder einmal zu spät kommen. Wie sooft in letzter Zeit. Er schafft es das ich meinen guten Ruf in der Schule auch noch verliere. Seiner ist schon lange dahin, aber bei ihm ist es ja egal, seine Eltern sind reich um nicht zu sagen stinkreich. Er wohnt in einem Haus, dass schon beinahe einer Villa gleicht, schmeißt fast jedes Wochenende eine Poolparty, im Winter eine Kellerparty, weil seine Eltern fast nie zu Hause sind, und führt auch sonst ein tolles Leben.
Dieses Leben sollte er jedoch, wenn es um seine Eltern geht ohne mich leben, oder zum teil ohne mich, denn ich, so heißt es stehe ihm nur im Weg. Es ist hart von den Eltern des aller besten Freundes zu hören, dass man der Karriere des Freundes nur im Weg steht. Na auch egal, damit muss ich leben, und solange er zu mir hält kann ich das auch.
Meine Mutter hingegen würde am liebsten für ihn und mich schon Hochzeitsvorbereitungen treffen. Obwohl wir beide nicht einmal zusammen sind und es auch, wenn es nach mir ginge, es nie sein werden. Denn ich liebe nur den Jungen aus der Paralellklasse. Der hat was, ich weiß nur nicht was, und er kann es mir auch nicht sagen. Ich weiß zwar nicht einmal wie er heiße, oder wie alt er ist, aber er gefällt mir.
Mein Handy klingelt, und sein Name leuchtet fröhlich auf dem Display auf.
„Ja?“
„Ria?“
„Ja,“ sage ich genervt.
„Ich kann heute nicht kommen, weil ich...ähm die Grippe habe.“
Ja und das wahrscheinlich im Hirn, alter Simulant, was er bloß wieder im Schilde führt.
„Und jetzt willst du sicher dass ich für dich mitschreibe, obwohl du gar nicht krank bist und einfach nur so zu Hause bleibst, weil du heute keine Lust hast und dich deine Eltern sowieso bei jedem noch so kleinen Wehwehchen zu Hause bleiben lassen?“
„Öhmm...ja genau,“ ich höre ihn förmlich durchs Telefon grinsen. Aber ihm wird das Grinsen schon noch eines Tages vergehen.
„Gut ich mach’s, aber nur weil du mein bester Freund bist.“
„Du bist die aller, aller, aller, aller, aller, aller, aller, aller....
„Lauri, es reicht.“
„Aller beste Freundin die es gibt. Und genau dafür liebe ich dich so sehr. Dann bis nach der Schule.“
Er liebt mich? Platonisch oder? Ne jetzt, oder? Maaaaannnn, das lässt mich jetzt sicher wieder die ganzen Schulstunden lang grübeln, und nur weil er wieder solche Sachen zu mir sagt. Es wäre ja nicht schlimm, wenn er in mich verknallt wäre...doch wär es schon, für ihn zumindest, denn er weißt, dass mein Herz einem anderen gehört. Was eigentlich auch blöd ist, denn ich kenne ihn nicht, und er kennt mich nicht. Doch ich kann doch nicht einfach etwas mit meinem besten Freund anfangen, das geht doch nicht, wenn es dann vorbei ist, habe ich keinen besten Freund mehr und keinen Freund mehr. Außerdem könnte ich mich nicht auf ihn einlassen, weil ich ihn ja gar nicht liebe und eine Beziehung mit nur einer einseitigen Liebe wäre auch nicht schön.
Verdammt was denk ich denn da? Dazu wird es nie kommen, ich werde nichts mit Lauri anfangen und Lauri liebt mich auch nicht.
In der Schule sitze ich mich erst einmal auf meinen Platz, ich habe jetzt Chemie, mein Hass-Fach. Erklärt mir einen Grund warum man Chemie können muss, außer man will Chemiker werden und das habe ich ja auch nicht vor.
Ich würde lieber Schauspielerin werden, die Welt bereisen und mit den sexiesten Schauspielern in Filmen spielen und von allen Groupies beneidet werden.
Ich sitze ganz alleine in der letzen Reihe und das ist ohne dich total langweilig. Ohne Lauri ist alles doof. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und zu ihm nach Hause kommen, aber wer weiß was er gerade so treibt. Du bleibst ja nie ohne Grund zu Hause, er hat immer etwas vor und genau das will ich wissen.
Nach der Stunde, in der ich nur in mein Heft krakelte, rufe ich ihn an, um zu fragen ob ich bei ihm vorbeikommen kann.
„Jaaaaa,“ kommt seine Stimme von der anderen Seite.
„Duuu würde es dir was ausmachen, wenn ich jetzt für den Rest des Tages die Schule schmeiße und dafür, dich besuche?“
„Ich habe gehofft dass du das machst, alleine ist es nämlich sooo langweilig die Schule zu schwänzen.“
„Aja ich komm dann gleich bei dir vorbei.“
Mein bester Freund bleibt ohne wirklichen Grund zu Hause und will unbedingt, dass ich vorbei komme? So kenne ich die Situation noch gar nicht. Langsam aber sicher bekomme ich so ein Gefühl, dass irgend etwas mit dir nicht stimmt.
Eine halbe Stunde später klingle ich bei ihm, worauf er schon nach dem ersten Klingeln öffnet. Anscheinend ist ihm wirklich langweilig.
„Du ich weiß wie der Typ in der Parallelklasse heißt: Jussi, und er ist genauso alt wie wir,“ meint er ganz aufgeregt. Verdammt woher hat er nur immer seine Informationen? Wenn ich so etwas wissen wollen würde, würde ich es wohl nie herausfinden. Aber dafür habe ich ja ihn.
„Und woher weißt du dass jetzt?“ will ich wissen.
„Geheime Informationsquellen. Wer weiß vielleicht hat er es mir ja selber gesagt, vielleicht ist er ja mein bester Freund und nur du als meine aller aller aller aller aller aller beste Freundin weißt es nur noch nicht. Aber ich an deiner Stelle würde ihn nicht nehmen...“
„Wieso?“
„Zu viele Weibergeschichten....der Liebe Jussi.“
Irgend etwas sagt mir dass das nicht stimmt, aber wieso sollte Lauri mich anlügen, das hat er noch nie gemacht. Und das würde er doch auch nicht tun, oder?
„Ist doch nicht schlimm, wenn er die ganze Schule durch hat, muss er ja irgendwann zu mir kommen,“ sage ich drauf.
„Ihhhh....der ist dann ja völlig verbraucht,“ quiekt er in der Gegend rum. Hab ich schon erwähnt dass er gerade im Stimmbruch ist, und andauernd nur quiekt? Mein kleines Schweinchen.
„Sau du denkst auch an das eine.“
Wir albern noch ein wenig rum, bis es Zeit wird für mich nach Hause zu gehen. Da meine Eltern fest damit rechnen dass ich in der Schule bin und nicht bei meinem Freund zu Hause um mit ihm über einen Typen zu sprechen der mir gefällt.
Es ist extrem kalt und der erste Schnee fällt, heuer extrem früh. Ich finde Schnee total romantisch, Lauri findet ihn extrem blöd, er hat eben keinen Sinn für Romantik.
 

Lauri

Ich will ihre Stimme hören, jetzt sofort! Nur weil ich huste und ein wenig Schnupfen habe muss ich von meiner Mutter aus zu Hause bleiben.
Dabei war doch gerade erst Wochenende und Wochenende hasse ich, weil ich da Ria nicht sehen kann. Mein aller beste Freundin. Aber irgendwie ist sie für mich mehr als nur meine Freundin, sie ist meine Seelenverwandte, mein ein und alles. Ich glaube ich habe mich in sie verliebt, denn das Gefühl, das Glück und die Wärme die in mir aufkommt, wenn ich sie sehe sagen wohl sehr viel aus.
Dennoch denke ich nicht, dass diese Liebe ein Chance haben würde, da meine Mutter und mein Vater strengstens gegen eine Beziehung mit Ria wären. Außerdem würde ich wenn es doch nicht klappen würde meine aller aller aller beste Freundin verlieren. Mein Verstand sagt zwar nein, doch mein Herz sagt ja. Sagt? Es schreit förmlich. Es schreit nach Liebe, die mir nur Ria geben kann, weil ich ihr vertraue, nur ihr. Ich vertraue nicht einmal meinen Eltern so wie ich ihr vertraue.
„Lauri mein Schatz, ich geh jetzt,“ höre ich meine Mutter von unten herauf brüllen, „Bleib ja schön im Bett liegen, damit du nicht noch kränker wirst.“
„Ja Ja, schönen Tag noch,“ brüll ich zu ihr runter. Wobei brüllen etwas übertrieben ist, mit meiner Stimme.
Kaum ist sie weg, greife ich zum Telefon und rufe Ria an, die wahrscheinlich wieder denkt, dass ich simuliere, dabei ist meine Mutter nur so übervorsorglich und das seit meine große Schwester von zu Hause ausgezogen ist und jetzt Studiert. Sie ist zwar hier in Helsinki, doch kommt sie nur selten zu besuch und deshalb muss ich ihr halt jetzt ein Kind ersetzen. Aber ich kann und will ihr nicht meine Schwester ersetzen, weil ich einfach nicht so bin wie sie. Sie kümmert sich immer um alles und jeden, und schafft es daneben auch noch ihr leben zu Leben. Das würde ich nie schaffen. Ich schaffe es ja nicht einmal Ria zu sagen, was ich für sie empfinde.
Es tutet. Tuuut...Heb ab...heb endlich ab!!!
„Ja?“ ertönt ihre wunderschöne Stimme
„Ria?“ frage ich nach um sicher zu gehen dass sie es auch wirklich ist
„Ja,“ meint sie genervt, ich lieeebe es wenn sie genervt ist, das macht ihre stimme irgendwie so sexy...wie bei einer Sexhotline. Ähmm...nicht das ich da schon mal angerufen hätte...aber das weiß man einfach...
„Ich kann heute nicht kommen, weil ich...ähm die Grippe habe.“
Ich höre wie sie tief ein und wieder ausatmet...sie ist enttäuscht von mir. Sie denkt sogar gaaaanz sicher, dass ich simuliere, aber na ja gegen den Willen meiner Mutter kann ich nichts.
„Und jetzt willst du sicher dass ich für dich mitschreibe, obwohl du gar nicht krank bist und einfach nur so zu Hause bleibst, weil du heute keine Lust hast und dich deine Eltern sowieso bei jedem noch so kleinen Wehwehchen zu Hause bleiben lassen?“
„Öhmm...ja genau,“ ich beginne breit zu grinsen, weil ich genau wusste das dass kommt. Ich kenne meine Ria eben .
„Gut ich mach’s, aber nur weil du mein bester Freund bist.“
„Du bist die aller, aller, aller, aller, aller, aller, aller, aller....
„Lauri, es reicht,“ unterbricht sie mich, und ich hätte soooo gerne noch mehr aller gesagt.
„Aller beste Freundin die es gibt. Und genau dafür liebe ich dich so sehr. Dann bis nach der Schule.“
Sofort lege ich auf, denn das war jetzt eigentlich nicht meine Absicht. So direkt wollte ich ihr das eigentlich nicht sagen und schon gar nicht heute und jetzt am Telefon. Nein...ich hatte da so meine Vorstellungen, im Sommer oder Frühling im Park unter irgendeinem Kirschbaum, wenn die rosa Blütenblätter auf uns herabfallen...dann sag ich ihr, dass ich mehr als nur Freundschaft will und dann nähere ich mich ihr, weil ich sie küssen will und sie....haut mir eine runter.
Das mit Küssen lass ich dann lieber aus und warte ihre Reaktion ab.
Mir ist laaaangweilig, mir geht’s zu gut, wenn ich wirklich krank wäre und im Bett bleiben müsste, dann würde ich sicher schlafen. Aber so, nein ich kann nicht schlafen. Kann Ria nicht der grandiose Einfall kommen, dass sie lieber zu mir kommt als zur Schule zu gehen? Dann könnte ich ihr erzählen, was ich über ihre Flamme, aus unserer Parallelklasse weiß. Seufz, warum kann ich nicht ihre Flamme sein? Warum bin ich „nur“ der beste Freund, dem sie alles erzählt? Verdammt ich will mehr!!
Mein Handy klingelt, mein Handy klingelt....aber wo ist mein Handy?! Verdammt, wo ist mein HANDYYY!!! HANDYYY WO BIST DU???!!!!
Ahh, unterm Kopfkissen, wie kommt es denn da hin? Egal, Hauptsache ich habe es wieder gefunden.
Auf dem Display leuchtet Rias Name, um den sich als Animation lauter Herzchen tummeln.
„Jaaaaa,“ brülle ich ins Telefon.
„Duuu würde es dir was ausmachen, wenn ich jetzt für den Rest des Tages die Schule schmeiße und dafür, dich besuche?“
„Ich habe gehofft dass du das machst, alleine ist es nämlich sooo langweilig die Schule zu schwänzen.“
„Aja ich komm dann gleich bei dir vorbei.“
Jaaa, sie kommt, sie kommt. Sie KOMMT? Lauri hör auf so zu denken. Ich hab so gehofft, dass das passiert und nun kommt sie wirklich. Dann hat die Langeweile endlich ein Ende. Dann bin ich nicht mehr alleine, und einsam. Sondern dann ist uns beiden zu zweit langweilig.
Ich kanns kaum erwarten bis sie endlich da ist.
Nach einer halben Stunde klingelt es, da ich neben der Türe stehe und nur darauf gewartet habe bis sie endlich kommt, öffne ich schon nach dem ersten Klingeln.
Kaum ist sie beider Türe herein, ziehe ich sie in mein Zimmer.
„Du ich weiß wie der Typ in der Parallelklasse heißt: Jussi, und er ist genauso alt wie wir,“ erzähle ich ihr ganz aufgeregt.
„Und woher weißt du dass jetzt?“ will sie wissen.
„Geheime Informationsquellen. Wer weiß vielleicht hat er es mir ja selber gesagt, vielleicht ist er ja mein bester Freund und nur du als meine aller aller aller aller aller aller beste Freundin weißt es nur noch nicht. Aber ich an deiner Stelle würde ihn nicht nehmen...“
„Wieso?“
„Zu viele Weibergeschichten....der Liebe Jussi.“
Stimmt zwar nicht, aber irgendwie muss ich ihn ihr ja ausreden. Sie ist mir viel zu begeistert von seinem Namen und Jussi ist nun wirklich kein ansehnlicher Name.
„Ist doch nicht schlimm, wenn er die ganze Schule durch hat, muss er ja irgendwann zu mir kommen,“ sagt sie drauf. Das ist aber jetzt nicht ihr ernst.
„Ihhhh....der ist dann ja völlig verbraucht,“ quiekt ich.
„Sau du denkst auch an das eine.“
Nein, das ist nicht wahr, ich denke an überhaupt nix, ich denke niee.

Ria

So krank sieht der doch gar nicht aus. Seine Mutter muss wirklich übervorsichtig sein, mit ihrem kleinen Baby.
Jussi, ein schöner Name...Jussi, kling schöner als Lauri. Wah, das darf ich ihm nicht sagen, denn wenn es um seinen Namen und seine Haare geht, ist Lauri soo was von eitel. Eiteler geht es wohl kaum.
Kurz bevor ich zu Hause bin, steht Jussi vor mir. JUSSI!! Mein Traumtyp. Wenn er so direkt vor einem steht sieht der ja noch vieeel endgeiler aus. Was macht der bloß hier in dieser Gott verlassenen Gegend? Hier ist nichts was Typen wie ihn begeistern könnten. Außer er besucht mich, aber kann sich das jemand vorstellen?
„Hei Hei Ria;“ sagt er plötzlich. Er spricht mit mir und er kennt meinen Namen. Woher bloß?
„Hei,“ bringe ich nur knapp heraus. „Woher weißt du überhaupt meinen Namen,“ nehme ich all meinen Mut zusammen und frage ihn. „Ein kleiner Vogel hat es mir gezwitschert.“ Ein kleiner Vogel?? LAURI!!! Klein Lauri plaudert also meinen Namen aus? Wer weiß wie viele Typen an unserer Schule noch wissen wo ich wohne und wie ich heiße.
„Hast du Lust etwas mit mir zu unternehmen?“ fragt er mich. Heftig nicke ich. Natürlich will ich etwas mit ihm unternehmen, mit keinem anderen lieber als mit Jussi.
Wir gehen zusammen in ein Kaffee, den er bezahlt. Wenn ich mit Lauri auf einen Kaffee gehe muss immer ich bezahlen, weil er immer ebbe im Beutel hast...Geldbeutel mein ich.
Ich häng eindeutig zu viel mit meinem besten Freund zusammen ab. Der färbt langsam ab.
Am liebsten würde ich mich öfter mit Jussi treffen, er ist einfach das genau Gegenteil von Lauri, irgendwie viel gebildeter als du.

Lauri

Grr....Warum hab ich ein Treffen für Ria mit diesem bescheuerten Jussi, dieser Spinatwachtel vereinbart. Verdammt...ich bin soooo ein verdammter Idiot. Was wenn sie mich jetzt nicht mehr lieb hat und dann plötzlich Jussi für sie ihr ein und alles ist?
Aber ich glaube nicht, dass ich ihr ein und alles bin...ich bin doch nur ihr bester Freund. Vielleicht auch nicht? Ok...mehr als ein Bruder Typ kann ich nicht sein.
Ich will aber...ich will aber...ich will. Verdammt ich will Riiiiaaaa. Riaaa, ich will dich küssen!!! Nein ich will dass sie mich küsst, mit einer Leidenschaft die Eis zum Schmelzen bringt. Mehr will ich doch gar nicht!
„Lauri mein Schatz, schläfst du,“ brüllt meine Mutter von untern herauf. „Nein, und selbst wenn, würde ich es jetzt nicht mehr tun,“ brülle ich genervt zurück. Was ich lieber hätte lassen sollen, denn jetzt steht sie bei mir in meinem Zimmer. „Schatz, alles in Ordnung bei dir?“ „Ja, bestens danke,“ meine ich trotzig. „Was ist los, kleiner.“ „Du sollst mich nicht immer kleiner nennen, ich bin nicht KLEIN,“ brülle ich sie an und springe vor ihr auf und ab, wie ein kleiner Giftzwerg. Halt ich bin nicht klein! „Giftzwerg,“ meint sie. „Ich bin kein Giftzwerg und klein bin ich auch nicht. Und es ist nichts in Ordnung. Den ganzen Tag muss ich hier sitzen und mich langweilen, nur weil ich eine leichte Erkältung habe und du einfach so verdammt führsorglich bist und mich nicht in die Schule gehen lässt, andere gehen mit Fieber noch in die Schule und ich? Ich sitze hier nur weil ich huste und einen leichten Schnupfen habe. Verdammt ich will nicht mehr. Außerdem erlaubst du mir nicht einmal meine beste Freundin zu uns nach Hause mitzubringen, weil du aus irgendeinem Grund etwas gegen sie hast, und ich weiß einfach nicht wieso. Ria ist der liebste Mensch den ich kenne und eben das genaue Gegenteil von dir! Verdammt du bist an allem Schuld, du machst mir mein Leben kaputt, weil du mich MEIN Leben nicht so leben lässt wie ich es für richtig halte. Ich hasse dich dafür!“ Kaum hatte ich dies ausgesprochen, bekam ich als ihren Liebesbeweis, einen Abdruck von ihrer Hand auf meine Wange. So schnell konnte sie gar nicht schauen, war ich aus dem Haus. Sie hat nicht das Recht mir eine zu scheuern. Sie ist bloß meine Mutter – die mir immer alles verbietet...oder auch nicht. Meine Mutter weiß nicht wie das ist, wenn man die beste Freundin nicht einladen darf, sie ja nicht einmal sehen dürfte. Meiner Mutter ist einfach nichts Recht was ich mache.
Anderer Seits hätte ich nicht zu ihr sagen sollen, dass ich sie hasse, weil ich es ja eigentlich trotz allem doch nicht tue. Ich kann sie gar nicht hassen, sie hat immer alles für mich getan.
Ich glaube ich wollte ihr nur wehtun in der Hoffnung, dass es mir danach wieder besser geht. Aber das tut es nicht, mir geht es noch beschissener als vorher.
Und als ich bei einem Cafee in der Innenstadt vorbeikomme, geht es mir noch viiieeel beschissener, weil meine Ria und dieser Affenarsch von Jussi in diesem Cafee sitzen und sich prächtig amüsieren. Ria soll sich nicht mit ihm amüsieren, mich so anhimmeln wie sie es gerade bei Jussi macht.
Verdammt, was wenn sie sich in Jussi verliebt, unsterblich, und mich dann nicht mehr braucht. Zu mir kommt zu mir sagt, dass Jussi ein viel besserer bester Freund ist als ich und auch noch dazu ihr Freund sein kann? Und Ria mir dann einen Arschtritt gibt, dass es mich nur so durch die Luftschmeißt und dann zu mir sagt, dass sie mich nie wieder sehen will? Was mach ich dann?

Ria

Komisch, ich sitze hier mit Jussi, meinem absoluten Traumtypen und muss die ganze Zeit, daran denken, was bloß Lauri jetzt macht. Mein aller bester bester Freund, seit immer schon. Naja, dazwischen gab es einige kleine Differenzen, doch jetzt wo er mir Jussi besorgt hat, hab ich die alle vergessen, auch die die ich ihm immer vorgehalten habe.
Trotzdem irgendwie war er komisch drauf vorhin. Er hat mit allen Mitteln versucht mir Jussi auszureden. Ob was an den Weibergeschichten dran ist?
„Ria, ich hab dich was gefragt,“ meint Jussi dann und lächelt mich an.
„Was denn?“ frage ich etwas schüchtern
„Ob wir uns morgen auch wieder hier treffen können?“
Woaa, Jussi wird rot.
„Ja sicher, liebend gerne, nichts lieber als das.“
„Wirklich, ich bezahl auch wieder.“
„Nein danke musst du nicht, ich hab selber genug Geld. Das wird mir sonst zu peinlich, wenn du mich immer einlädst.“
„Gut, ich muss nämlich jetzt los, hab noch eine Menge Hausarbeiten zu machen,“ erklärt Jussi, während er aufsteht.
Er geht eine halbe Runde um den Tisch und drückt mir dann einen Kuss auf die Wange. Ich will gar nicht wissen wie rot ich jetzt werde. Mein Gott Jussi hat mich gerade geküsst. Meine heimliche Liebe, hat mich gerade geküsst und das habe ich alles Lauri zu verdanken. Meinem Lauri. Verdammt ich liebe Lauri mehr als jemals zuvor, rein platonisch.
Ich nehme mein Jacke und verlasse ebenfalls das Kaffee, mit einem strahlenden Gesicht. So gestrahlt habe ich das letzte Mal, als ich mit Lauri im Vergnügungspark war und er mir einen riesengroßen Teddy geschossen hat. Aber heute ist zur Abwechslung mal ein anderer für mein Gemüt zuständig, nicht immer nur Lauri, wurde auch schon langsam mal Zeit, dass ich mich mit anderen Jungs abgebe als immer nur mit Lauri.
Aber Lauri wird dennoch immer der wichtigste Teil meines Lebens sein, auch wenn ich mit Jussi zusammen komme. Wah...was denke ich denn da, ich plane schon voraus, wie meine Mutter, das sind wohl die Hormone. Ähm nein...ich meine die Gene. Ich glaube ich sollte Lauri anrufen und ihm danken, oder? Hmm...ich weiß nicht, weil er sich so komisch benommen hat. Was hat er bloß?

Lauri

Jetzt küsst der Flachwixer sie auch noch. Ich dreh durch. Wieso, wieso, wieso, muss ich nur wieder so dumm sein. Kann ich nicht einmal eine Minute denken, bevor ich handle?
Nein, der Herr muss ja immer schauen, dass Ria glücklich ist und selber schaut er immer wo er bleibt.
Jussi kommt raus, ich muss weg hier, bevor er mich sieht...Ahh ich komm nicht vom Fleck. Verdammter Winter...verdammte Eisplatte, auf der ich stehe. Patsch, schon liege ich am Boden, was auf irgendwie sein Gutes hat, so sieht er mich wenigstens nicht.
Ich glaube ich sollte nach Hause gehen, und mich bei meiner Mutter entschuldigen, bevor Ria auch noch raus kommt. Ob sie wohl heute noch anruft, oder nicht? Vielleicht hat der Kuss ihr auch nichts weiteres bedeutet, und sie findet es so unwichtig, dass sie es mir nicht erzählen will. Hihii, das wär dann ja ein Erfolg.
Leise schleiche ich ins Haus. Alles still. Ist Mum gar nicht da? Stehen bleiben – horchen – NIX. „MUUUM,“ brülle ich, obwohl es mehr quieken ist. Nichts. Nicht dass sie mich verlassen hat und mit Dad alleine lässt. Nicht, dass ich meine Vater nicht mögen würde, aber das Essen, dass er koch, kann kein Schwein essen, nicht einmal ich.
Ich gehe in mein Zimmer, wobei ich an dem Zimmer meiner Eltern vorbei muss, wo ein kleiner Türspalt offen ist und ich so meine Mutter schluchzen höre.
„Mum,“ flüstere ich. „Was willst du,“ schluchzt sie. „Es tut mir leid, ich wollte nicht so gemein zu dir sein. Ich hatte nur einen recht beschissenen Tag und...und...“ „Was und?“ „Du verlässt uns nicht, oder?“ „Wieso sollte ich euch verlassen?“ „Weil ich ein böses Kind bin.“ „Nein, bist du nicht, du hast ja recht.“ Ich hab recht? Ich hab nie recht, auf einmal hab ich recht? Komisch. „Also bleibst du da...“ „Ja, wieso hast du auf einmal solche Angst, dass ich weg gehen könnte.“ „Weil...weil Dad so ekligen Frass kocht und nur du in diesem Haus richtig kochen kannst...weil ich ja zu blöd dafür bin...und ich ja immer Hunger habe....und wenn du nicht mehr da wörst müsste ich verhungern.“
Meine Mum schüttelt den Kopf. „Dummer Junge,“ meint sie dann und lächelt leicht.
„Muuum, das ist aber nicht der einzige Grund warum ich nicht will dass du nicht mehr da bist....Ich...ich hab dich nämlich unheimlich lieb, soooo lieb das es mich schon gruselt.“
Jetzt beginnt sie zu lachen. Hab ich was komisches Gesagt? Egal, Hauptsache sie lacht.

Ria

Ich habe mich doch dazu entschlossen Lauri nicht anzurufen. Er würde...keine Ahnung was er würde, ich denke halt mal, es würde ich nicht interessieren, was ich mit Jussi mache. Dennoch ist er meine bester Freund, und ich müsste es ihm doch erzählen. Aber nach seiner Reaktion vorhin...Mir kam auch eben im Kaffee, andauernd vor, dass er da ist. Aber er war es nicht. Ich glaube ich leide an Hallus. Denn ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass Lauri mir nachspioniert. Außerdem ist er doch „krank“ und ich denke nicht, dass seine Mutter ihn aus dem Haus lässt.
„Mum, ich bin wieder zu Hause.“ In der Wohnung herrscht stille. Ist sie etwa nicht da? Kann ich mir schwer vorstellen, sie ist eigentlich immer zu Hause. „Mum?“ „Wo warst du so lange,“ höre ich sie aus der Küche schreien.
„Ich war mit einem Freund auf einen Kaffee,“ antworte ich Wahrheitsgemäß. „Mit Lauri?“
Lauri, ihr persönlicher kleiner Liebling. „Nein, der war heute nicht in der Schule.“ „Achso? Er wird doch wohl nicht Krank sein?“
Sie macht sich schon wieder Sorgen um ihn, wenn sie ich doch auch einmal solche Sorgen um mich machen würde, wenn ich krank bin. Egal, sie hat halt einen Narren an Lauri gefressen.
„Mum, er ist krank, oder zumindest findet es seine Mutter. Ich war heute bei ihm, ihm geht es gut, ein bisschen erkältet aber das wird ihn nicht umbringen. Wir reden hier von Lauri, den bringt doch nichts so schnell um. Du weißt ja Unkraut vergeht nicht.“
Ich liebe es so von ihm zu reden, aber ich habe recht, denn Lauri ist wirklich zäh. Wie oft hab ich ihm als Kind etwas an den Kopf geworfen, mit unter schwere Sachen, und er lebt immer noch. Na ja er ist halt ein wenig wirr im Kopf, manchmal, aber genau so mag ich ihn. Außerdem wäre es doch Langweilig wenn er nicht komisch wäre.

Lauri

Am nächsten Tag darf ich wieder in die Schule gehen. Endlich lässt sie mich nach langem hin und her jammern. Mein Schnupfen und mein Husten sind halt ein wenig schlimmer geworden, aber es ist mir egal, und ich konnte es auch recht gut vor ihr verbergen.
Ich freue mich schon darauf Ria auf der Bushaltestelle zu treffen. Sie wird sicher schon auf mich warten, obwohl ich versuche pünktlich zu sein.
Und ich bin auch Halbwecks pünktlich, doch sie ist nicht da. Das gibt es doch nicht, normal ist sie immer schon da, sie kann doch nicht auch krank sein?
Ich will meine Ria haben....-hmpf-
Warte ich eben so lange bis der letzte Bus fährt. Wenn sie dann nicht kommt, oder noch nicht da ist kann ich ihr auch nicht helfen. Ich rufe sie auf jeden Fall nicht an.
Oder ich springe doch in den Bus ein, der jetzt kommt, da es doch ziemlich kalt ist, ich hasse Winter. Ich kann nichts romantisches daran erkennen, so wie Ria es tut. Für mich ist die romantische Zeit immer noch der Frühling. Frühling, wann kommst du endlich wieder? Vorher muss noch Weihnachten kommen, dann kann der Frühling eintrudeln.
Der Bus kommt und ich steige einfach ein. Ria kann mich mal, wenn sie nicht da ist, ich frier mir doch nicht wegen ihr den Arsch ab. Nur weil sie gerne auf mich wartet muss ich es noch lange nicht tun.
Hoffentlich ist sie nicht böse auf mich, weil ich nicht gewartet habe, weil sie ja auch immer auf mich wartet.
In der Schule angekommen, stehen alle draußen herum. Komisch darf man um die Zeit noch nicht rein? Ich habe keine Ahnung so früh war ich noch nie hier und ich werde es auch nicht mehr sein.
Meine müden Augen kreise über den Schulhof, an der Schulmauer gelehnt, erspähe ich meine Freunde, Aki, Eero, Janne und Pauli. Die Vier müssen auch immer irgendwo herumvegetieren.
Ich mache mich auf den Weg über den gaaaanzen großen Schulhof zu ihnen rüber. Ist das ein langer Gang, bis dorthin, das machen meine müden Stampfer nicht mit. Ich will in mein Bett, mich hineinkuscheln und weiter schlafen.
Ich laufe an einigen Pärchen vorbei, bei denen ich nicht einmal die leiseste Ahnung hatte, dass die zusammen sind. Bei einigen wusste ich nicht einmal dass es die noch gibt. Viel Schülerwechsel hat diese Schule ja nicht gerade, oder ich bekomme das einfach nicht mit. Für viele bin ich ja nie geistig anwesend, weil ich ja sozusagen in meiner eigenen kleinen Welt lebe, aber ich denke nicht, dass dies der Fall ist. Da wär ich doch ein Fall für einen Psychiater, oder? Eero sagt mir ja eigentlich eh fast täglich, dass ich den netten Onkel einmal besuchen soll, aber warum den auch? Damit er erfährt, dass ich heimlich auf meine beste Freundin abfahre, mir heimlich ausmale, wie es sein könnte, wenn wir zusammen sind. Das will ich auf keinen Fall, es soll mein Geheimnis bleiben und das teile ich nicht mit so einen Psychoheini.
„Was machst du denn heute schon hier?“ fragt Aki. „Nach was siehts denn aus?“
„Es sieht fast danach aus als ob du endlich mal pünktlich in der Schule bist.“
„Lauri, wo soll ich dass jetzt hinschreiben, damit wir das nicht vergessen?“ meint Eero.
Haben die alle einen knall? Ich war doch früher auch immer pünktlich, aber mit dem alter hat sich das aufgehört, würde einen zu guten Eindruck hinterlassen und das will ich auf jeden Fall vermeiden. Ich will mein Image nicht versauen. Öhm...ich hab gar kein Image. Ich bin mir sogar sicher, dass die hälfte der Schüler, die mit mir in eine Klasse gehen nicht einmal wissen wer ich bin, so unauffällig bin ich.
„Lauri, hast du Mathe gemacht,“ fragt Janne. „M-A-A-A-T-T-T-H-E-E?“ „Ja Mathe, hast du das gemacht?“ Heftiges Kopfschütteln meinerseits. „Abschreiben,“ frage ich mit zuckersüßer Stimme und einem treuen Hundeblick und sehe zu Janne. „Jaa...aber nur wenn ich dafür bei der Musik-Arbeit, die wir heute schreiben abschreiben darf.“ „M-U-S-I-K??“ kreische ich, wie ein kleines Schulmädchen, “Ich hab nichts gelernt”.
„Idiot, Musik ist dein Lieblingsfach, da bist du immer gut, auch ohne Lernen.“ Bin ich das? Wenn er meint.
Ich schaue an Janne vorbei und sehe....RIA, mit JUSSI.
„AHHHHH;“ brülle ich, „Es passiert, es passiert, mein Leben geht zu ende.“ Meine ich und lege meinen Kopf auf Akis Schultern.
„Was ist jetzt schon wieder los, du bist eine richtige Dramaqueen, weißt du das.“

Ria

Wahnsinn, ich stehe heute einfach so auf der Bushaltestelle und wer kommt vorbei und holt mich ab? Jussi. Verdammt, ich bin sicher so was von rot geworden.  Ich habe einfach alles rund um mich herum vergessen. Hab sogar vergessen, warum ich überhaupt auf der Haltestelle stehe und jeden Bus vorbeifahren lasse. Und das alles nur wegen Jussi.

Jetzt wo ich ihn kenne und mit ihm spreche, weiß ich erst, dass es nicht nur eine kleine Schwärmerei für ihn war. Ich liebe ihn mehr als ich angenommen habe.

Viel mehr. Jussi ist so etwas wie mein Traummann und ich dachte immer solche Typen gibt es nur in Märchen, doch er ist echt. Zu echt um wahr zu sein.

 

Er ist noch gegenteiliger von Lauri als ich dachte. Jussi ist mehr er selbst, Lauri hingegen verstellt sich immer, als ob er angst davor hätte ganz er zu sein. Er ist einer der liebsten Menschen die ich kenne.

Ich mag ihn wenn er ganz so ist wie wer eben ist, aber in letzter Zeit weiß man bei ihm nie so genau was los ist. Er verbirgt etwas, wenn ich nur wüsste was es ist.

Früher war er offener, lebensfroh und vor allem glücklich. Die Gegenwart hingegen schaut anders aus. Mein bester Freund hat Geheimnisse vor mir, die hatte er noch nie. Lauri hat mir immer alles erzählt und jetzt auf einmal erzählt er mir nichts, nicht ein bisschen was von sich. Er weiß doch, dass er mir vertrauen kann, sonst wäre ich dich nicht schon so lange mit ihm befreundet. Freundschaft basiert doch auf vertrauen, oder etwa nicht?

Ich kann ihm nicht immer geben und er nimmt einfach was er braucht. So läuft das unter Freunden nicht. Ich will ihn nicht verlieren, meinen Lauri.

„Woran denkst du gerade?“ will Jussi wissen.
„An gar nichts wichtiges, warum fragst du?“
„Weil du so ernst schaust, das macht Falten und dafür bist du doch noch viel zu jung.“
„Du hast recht, aber Lauri ist in letzter Zeit so komisch und ich weiß einfach nicht wieso. Und das nagt an mit,“ erzähle ich wahrheitsgemäß.
„Vielleicht ist er ja verliebt? Jungs sind extrem komisch wenn sie verliebt sind. Ich weiß dass, ich spreche aus Erfahrung.“
„Verliebt? Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Au0erdem in wen sollte er denn verliebt sein? Ich kenn ihn seit über 10 Jahren und da war er noch nie verliebt.“
„In dich vielleicht?“

Ich breche in schallendes Gelächter aus. Glaubt er ich würde es nicht merken wenn mein bester Freund plötzlich andere Gefühle für mich hegt?

„Brauchst jetzt gar nicht lachen. Denn aus genau diesem Grund können Freundschaften zwischen Männern und Frauen nicht gut gehen.“

Jussi hat zwar vollkommen recht, doch glaube ich kaum, dass mir und Lauri jemals so etwas passieren kann.

Lauri

Sie dar f nicht, sie darf nicht. Ich sehe die Funken direkt sprühen, zwischen den beiden und das darf nicht sein.

Riia würde dann mehr Zeit mit dem Schnösel verbringen als mit mir und das darf sie nicht, das will ich nicht.

Das würde mein komplettes Leben über den Haufen werfen und das kann man doch nicht zulassen, dass ein junges Leben einfach so kaputt geht und schon gar nicht wenn es meines ist.
Aber dabei kann mir keiner helfen, nur ich mir selbst.

Als wir in die Klasse gehen und uns auf unsere Plätzen setzen, bleibt der Platz neben mir leer.

Janne und Aki sind in unserer Parallelklasse. Mit Janne habe ich nur Musik und Mathe. Aki sehe ich nur in den Pausen und Eero und Pauli sitzen eine Reihe vor mir, dennoch wird mir klar dass ich, wenn Ria nicht da ist ganz alleine bin. Denn Aki hat Janne – und umgekehrt – und Pauli und Eero waren auch unzertrennlich – wie Riia und ich. Aber ich schätze die Zeiten sind vorbei, leider. Außer Ria habe ich ja in der Schule keinen und sonst, wenn mir mal wieder langweilig ist bin ich auch immer zu ihr gegangen, aber dass wird ihr jetzt wegen Jussi auch nicht mehr recht sein.

„Pauli, würdest du mit mir Platz tauschen,“ frage ich meinen Kumpel mit treuherzigem Blick.
„Wieso? Hast du streit mit Kat?“
Kat....immer nennt er sie Kat, soll er doch gleich Kathariina sagen.


„Nein...aber ich will auch mal bei Eero sitzen.“
„Seit wann willst du von deiner Ria weg?“ meldet sich schließlich auch Eero zu Wort.
„Seit ich Abwechslung brauche...Partnertausch! Und da bietet sich eben einer von euch beiden an. Komm schon Pauli, Riia sit eine tolle Sitznachbarin,“ er schaut mich skeptisch an, „soll ich mich auf den Boden schmeißen und dir die Füße küssen?“
„Wenn du unbedingt willst...von mir aus, bevor du mir die Füße abknutscht.“
„DANKE,“ quieke ich und falle ihm um den Hals.
„Lauri lass das, sonst denken die anderen wieder wir hätten was miteinander.“

Haben die das schon mal von mir gedacht?
„Ähm...sorry,“ murmle ich und räume meine Sachen zu Eero auf den Tisch.

Was Ria wohl dazu sagen wird, wenn ich sie gegen Eero tausche, sie einfach ersetze. Kann mir doch egal sein, sie ersetzt mich doch auch gegen Jussi und wenn man mir eines glauben kann, dann dass man mich nicht ersetzen kann.

„Hallo Eero,“ sage ich mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht, worauf dieser nur mit den Augen rollen.
„Magst du mich nicht mehr, Eeroleinchen?“
„Nach der Schule, glaub ich, müsst ihr mich einliefern lassen. Einen ganzen Tag neben dem sitzen macht einen ja krank.“
„Du diskriminierst mich....Mopper,“ brülle ich.
„Dauert der Tag noch länger, ich ertrag Mopsi jetzt schon nicht mehr, „ dreht er sich zu Pauli um.

Mopsi, pah! Ich geb ihm gleich ein Mopsi.
Das ist alles nur Babyspeck.

to be continued...

 

Startseite
Gästebuch
Kontakt

About Me

Über...

500 questions about me
Pictures

Friends

PikkuHiiri
PikkuPiru

FanFictions

Disclaimer
Close My Eyes For You
Erinnerungen
No Name
Cancer
Regen (Kurzfic)
One and Only
Synkkä maailma (fortsetzung von One and Only)
Das Haus Im Wald
How Life Can Change
Once Upon a Time

Artwork

Art
Paint Drawings
Gratis bloggen bei
myblog.de